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Jan Benczedi
,
15. Dezember 2022
-
10
Min. Lesedauer

Marktwerte im Kickbase Manager

Wie entstehen und entwickeln sich die Marktwerte im Kickbase-Fantasy-Manager?

Bevor wir euch unsere Marktwerte erklären, wird für die Neueinsteiger unter euch noch kurz umrissen, was der Kickbase-Fantasy-Manager überhaupt ist.

Grundsätzlich geht es bei Kickbase darum, mit einem selbst zusammengestellten Team möglichst viele Punkte zu sammeln und so die Konkurrenz in deiner Liga oder einer Challenge abzuhängen.

Während du in deiner Liga mit Freunden, Kollegen oder in anderen Konstellationen um den Saisonsieg kämpfst (Saisonaler Manager), geht es in unseren Challenges darum, wöchentlich dein Können unter der Voraussetzung verschiedener Spielrestriktionen (z.B. freie Teamwahl mit Budgetbegrenzung) unter Beweis zu stellen.

Hierbei bringen dir deine Spieler durch ihre Performance auf dem realen Fußballplatz Punkte ein. Die aufsummierten Punkte deiner Startelf ergeben am Ende dein Spieltagsergebnis.

Wie viel euch ein Spieler wert und wie hoch euer Gebot ist, entscheidet ihr zwar selbst, dennoch gibt es Marktwerte, die den Wert des Spielers innerhalb unserer App abbilden. Diese sind dynamisch und werden täglich aktualisiert.

Ob Joshua Kimmich in der Bundesliga mal wieder mit einer MVP-Performance glänzt und sein Marktwert in der Folge steigt oder Karim Benzema in der LaLiga verletzt ausgewechselt wird und der Wert des Knipsers von Real sinkt - unser Transfermarkt spiegelt den Wert eurer Punktegaranten tagesaktuell wider!

Für viele treue Manager:innen und Neulinge sind die Zusammensetzung und Entwicklung dieser Marktwerte allerdings ein Mysterium. Damit eurem Erfolg in Kickbase nichts mehr im Wege steht, bringen wir mit diesem Artikel Licht ins Dunkel!

Weltstar Sadio Mané wechselte im Sommer 2022 von den Reds an die Säbener Straße.

Wie werden unsere Marktwerte festgelegt?

Bevor ein Spieler einen Marktwert bekommt, muss er es in die Kickbase Spielerdatenbank schaffen. Um das nicht für jeden Spieler über alle Ligen hinweg manuell zu pflegen, arbeiten wir mit automatisierten Daten-Providern zusammen. Das sorgt dafür, dass wir tagesaktuell eine Liste aller offiziell angemeldeten Spieler in einer Profiliga und ihrer Vereinszugehörigkeit haben.

Sobald unser Datendienstleister “Stats Perform” uns im Zuge dieser Kaderupdates Informationen zu einem neuen Spieler zuspielt, beginnen die Überlegungen zu seinem Marktwert.

Wie hat ein neu hinzugefügter Spieler bisher in seiner Karriere performt? Gab es bisher schon Berührungspunkte mit der aktuellen Liga, aus denen man Schlüsse bezüglich seiner zu erwartenden Leistung ziehen kann? Wie gestalten sich die aktuelle Kaderstruktur und das Spielsystem bei seinem neuen Verein und welche Wahrscheinlichkeit auf Spielzeit kann daraus abgeleitet werden?

All diese Fragen und natürlich weitere Faktoren, wie beispielsweise die aus der Ablöse herzuleitende Relevanz des Spielers, nehmen Einfluss darauf, auf welchen Preis der Marktwert eines Spielers taxiert wird.

Sadio Mané wurde beispielsweise in der Sommertransferperiode der Saison 2022/23 vom FC Liverpool zum FC Bayern München transferiert.

In Liverpool war er bereits ein Weltstar, zählte in einem der besten Teams der Welt zu den absoluten Leistungsträgern. Da die Premier League im Vergleich zur Bundesliga auf einem mindestens gleichwertigen Leistungsniveau anzusiedeln ist, konnten in diesem Fall Berührungspunkte zur aktuellen Liga im Sinne der Leistungsvermögens vernachlässigt werden.

Mané wurde beim FC Bayern München infolge des Lewandowski-Abgangs als ein neuer “Star” des Teams verpflichtet, an seinem Status als gesetztem Spieler der Startelf bestand also kein Zweifel.

Diese und weitere Faktoren im Zusammenspiel führten am Ende des Tages dazu, dass Sadio Mané in der Kickbase-App mit einem Einstiegs-Marktwert von 51.491.905€ eingepflegt wurde.

Manés Marktwert nach seiner Ankunft beim deutschen Rekordmeister.

Wie werden die Marktwerte in der Folge beeinflusst?

Um die Bedeutung eines Spielers auf dem aktuellen Kickbase-Transfermarkt möglichst genau abzubilden, wird die Marktwertentwicklung durch Angebot und Nachfrage in euren Ligen bestimmt.

Wenn also ein Spieler oft gekauft wird und im Vergleich dazu wenige Manager:innen den Spieler verkaufen, steigt sein Marktwert in der Folge. Wird ein Spieler öfter verkauft, so sinkt sein Marktwert.

Da es viele nicht für das allgemeine Kaufverhalten repräsentative Ligen gibt, wurde ein Liga-Aktivitäts-Index entwickelt, um diese in der Marktwertberechnung auszuklammern.

Über diesen Index wird jede Liga bezüglich ihrer Eignung für diesen Zweck eingestuft und in der Folge den aktiven oder inaktiven Ligen zugeordnet.

Wenn eine Liga beispielsweise nur aus zwei Manager:innen besteht, bei acht von zehn Manager:innen einer Liga eine geringe Aktivität zu beobachten ist oder die Liga mit besonderen Regeln spielt, ist nicht davon auszugehen, dass diese Ligen in dem vorliegenden Zusammenhang als repräsentativ betrachtet werden können.
Das Kaufverhalten dieser Ligen hat in der Folge keinen Einfluss auf Marktwerte einzelner Spieler.

Wann werden die Marktwerte angepasst?

Grundsätzlich werden die Marktwerte in allen Ligen (1. Bundesliga, 2. Bundesliga, LaLiga) einmal am Tag aktualisiert. Ab 22.00 Uhr läuft zu diesem Zweck die Analyse aller Transfers des Tages in den relevanten Ligen. Der Algorithmus errechnet, wie oft welche Spieler auf den jeweiligen Transfermärkten waren und wie die Reaktion der Ligen darauf ausfiel.

Da es hierbei um die Analyse mehrerer Millionen Transfers geht, kann der Prozess einige Minuten in Anspruch nehmen und ist nicht jeden Tag auf die Sekunde genau getaktet.

Vom FCB zum FCB - Lewandowski tauschte 2022 Allianz Arena gegen Camp Nou.

Was passiert mit Spielern, die die Liga verlassen?

Spieler, die die Liga verlassen, nehmen eine Sonderrolle ein. Damit ihr nicht auf einmal mit leeren Händen dasteht, wenn euer Spieler die Liga verlässt und für eure Planungen keine Rolle mehr spielen kann, wird an dieser Stelle der Marktwert eingefroren. Damit wollen wir verhindern, dass ihr einen Transfer womöglich verpasst und dadurch mehrere Millionen Kaderwert einbüßt.

Durch den eingefrorenen Marktwert könnt ihr den Spieler dann ganz normal nahe des „Ausstiegs-Marktwertes“ an Kickbase verkaufen und das Budget anderweitig nutzen.

Wenn Spieler aus eurer aktuellen Liga heraus, aber innerhalb unserer angebotenen Ligen (z.B. 1. Bundesliga, 2. Bundesliga, LaLiga) wechseln, gestaltet sich das Ganze etwas schwieriger. Das Spielerprofil bleibt natürlich bestehen, da der Spieler weiterhin aktiver Teil der App ist. Sein Marktwert entwickelt sich dementsprechend auch in Abhängigkeit davon, welche Rolle ihm die Manager:innen beim neuen Club zutrauen und wie sich das auf die Ver-/Käufe auswirkt.

Für eure Liga wird im System trotzdem der Marktwert zum Zeitpunkt des Liga-Ausstiegs eingefroren. Auch, wenn der Spieler also in den Folgetagen eine absolute Marktwert-Explosion erlebt, werdet ihr von Kickbase nur noch Angebote nahe seines „Ausstiegs-Marktwertes“ erhalten, um hier unverhältnismäßige Gewinne oder Verluste zu verhindern.

Ein praxisnahes Beispiel wäre an dieser Stelle der Wechsel von Marvin Pieringer vor der Saison 2022/23 von Schalke 04 zum SC Paderborn.

Als Schalke-Spieler, der nicht unbedingt Startelf-Perspektive hatte und Teil eines Bundesliga-Aufsteigers war, bewegte sich sein Marktwert nahe des Mindestwertes von 500.000€. Durch seinen Wechsel in die zweite Liga verbesserten sich sowohl die Aussicht auf regelmäßige Spielzeiten als auch auf bessere Team-Performances schlagartig, in der Folge explodierte sein Marktwert regelrecht und passierte kurz darauf bereits die Fünf-Millionen-Euro-Marke.

Durch die zuvor beschriebenen Mechanismen wurde sein Marktwert jedoch in den Ligen, die ihn noch als Bundesligaspieler integriert hatten, bei seinem Ausstiegswert eingefroren. Die anderen Ligen, in denen er nun als Zweitligaspieler auf den Markt kam, waren davon unberührt.

Seasonal vs. Weekly (Challenge)

Eine weitere Besonderheit bei unseren Marktwerten ist der differenzierte Umgang mit ihnen in unserem Seasonal Manager (Liga-Modus) und dem Weekly Manager (Challenge-Modus).

Während die Marktwerte im Seasonal Manager, wie bereits beschrieben, täglich angepasst werden, findet im Weekly Manager jeweils eine Anpassung nach Beendigung eines Spieltages statt. In der Regel werden die Marktwerte hier also am Montag nach dem Wochenend-Spieltag angepasst, bei englischen Wochen gibt es logischerweise Abweichungen von dieser Regel.

Dadurch wird verhindert, dass eure Aufstellungen, die sich an einem Tag der Spielwoche noch in dem vorgegebenen Budget bewegen, dieses kurz vor dem Spieltag doch sprengen und eure Spieltags-Planungen dadurch kurzfristig gecrasht werden.

Im Challenge-Modus könnt ihr also ruhigen Gewissens zu egal welchem Zeitpunkt im Anschluss an die letzte Spieltags-Abrechnung eure Aufstellungen finalisieren und braucht euch danach keine Gedanken mehr über etwaige Marktwertanpassungen machen.

Praxisbeispiele und deren Einfluss auf Marktwerte

Um die Mechanismen etwas zu verdeutlichen, nehmen wir an, Spieler A ist Stammspieler in seinem Team, hat einen für die Team-Performance und seine Punkte durchschnittlichen Marktwert im Vergleich zum Rest der Liga und erzielt als Stürmer direkt vor einer Länderspielpause ein Tor.

Am Ende sammelt er in dieser Partie 150 Punkte samt Teamsieg, ein durchschnittlicher Wert für diese Leistung.

Durch seine solide Performance und den generell angemessenen Marktwert im Ligavergleich wird dieser Spieler wahrscheinlich etwas häufiger eingekauft und nicht mehr verkauft, als es bei ihm normalerweise der Fall ist. In der Folge wird sein Marktwert über die Spielpause sicherlich ansteigen, allzu hohe Sprünge sind allerdings nicht zu erwarten.

Spieler B hingegen spielte in der letzten Zeit eine eher untergeordnete Rolle in seinem Team, durfte die letzten beiden Partien vor der Länderspielpause dann wieder von Beginn an auflaufen und hat einen für seine aktuelle Rolle sowieso niedrigen Marktwert. Unmittelbar vor der Länderspielpause trifft er ebenfalls, sammelt als Mittelfeldspieler samt Team-Sieg allerdings über 200 Punkte, eine beachtliche Ausbeute.

Bei diesem Spieler ist durch sein generell eher niedriges Marktwert-Niveau in Relation zu seinen jüngsten Leistungen ein deutlicher Marktwert-Anstieg zu erwarten. Diese Vorhersagen kann man im Umkehrschluss natürlich auch auf schwache Performances und Marktwert-Einbrüche adaptieren.

Grundsätzlich sehen die Entwicklungen dabei auch im Ligabetrieb ähnlich aus, hier spielen allerdings zeitnahe Spielpaarungen und weitere Faktoren auch eine Rolle, wodurch die Tendenz von Angebot und Nachfrage oft nicht ganz so eindeutig ist. In der Folge ist eine Marktwert-Entwicklung schwieriger vorherzusehen.

Grundsätzlich ist auch immer wieder zu beobachten, dass zum Neustart von vielen Ligen, typischerweise dem Saisonstart, viel auf den einzelnen Märkten gehandelt wird. Die meisten Manager:innen sind zunächst eher mit dem Ein- als Verkaufen beschäftigt und aufgrund des beschränkten Budgets ist in dieser Phase auch die Nachfrage nach Spielern in einem geringeren Budgetrahmen höher.

Generell fluktuiert der Markt zu solchen Zeitpunkten also stärker als mitten in der Saison, wenn die Kader weitestgehend stehen und nur punktuell verändert werden. Die logische Konsequenz: Marktwerte verändern sich zu diesen Zeitpunkten deutlich rasanter, tendenziell nimmt das Marktwert-Volumen etwas zu. Vergleichbar hiermit sind die Marktwertentwicklungen zu verschiedenen Saisonzeitpunkten.

Während die spätere Phase einer Sommerpause in der Regel die Situation des Gründens vieler Ligen sowie der Neuformierung vieler Teams und somit der zuvor beschriebenen Entwicklungen des Marktes abbildet, sieht der Trend in Richtung Saisonende und Winterpause oft anders aus. Zu diesen Zeitpunkten stehen viele Teams größtenteils, große Marktwertsprünge durch übermäßig hohe Transfer-Volumina sind eher nicht zu erwarten.

Auf der anderen Seite liegt hier der Fokus in langen Spielpausen oft auf dem Trading. Spieler mit Marktwerten, die sich seitwärts bewegen, werden im Zweifelsfall vermehrt abgestoßen und durch steigende Spieler ersetzt. Dadurch fangen viele zuletzt nicht überperformende Spieler an, langsam zu sinken.

Spieler, denen nach der Pause mehr Perspektive zugeschrieben wird, oder die zuletzt anfingen, durch Leistungen an Marktwert zuzulegen, können sich als wahre Goldgrube entpuppen.